Aufrüstung von Notebooks und Laptops lohnt meistens nicht
… wer sich ein neues Notebook kauft, erhält eine gesetzliche, 24-monatige Gewährleistung des Herstellers. Selbst bei intensiver Nutzung sollten die Geräte aber deutlich länger halten, wenn man einigermaßen pfleglich mit ihnen umgeht. In der Regel bringt es so ein Laptop auf ca. 3-5 Jahre Nutzungsdauer bei professioneller Verwendung (steuerliche Abschreibung variiert) und bis zu 6 oder 7 Jahren im Privatgebrauch.
Schon nach dem Ablauf der gesetzlichen Gewährleistung fangen die Probleme an, wenn es technische Defekte gibt. Zwar halten die meisten Hersteller mindestens 3 Jahre Ersatzteile vor, jedoch ist eine Reparatur selbst bei kleinen Fehlern schnell unwirtschaftlich. Die Ersatzteile sind dann besonders teuer, wenn es sich um herstellerspezifische Komponenten handelt, die nicht einfach ausgetauscht werden können. So sind größere Schäden am Gehäuse meist das Ende des Geräts, weil die Reparatur so zeitaufwendig und der eingetretene Wertverlust so hoch ist, dass die Reparaturkosten den Zeitwert überschreiten. Etwas besser sieht es bei Standardkomponenten aus, etwa Festplatten. Die meisten 2,5 Zoll Platten passen recht einfach in vorhandene Laptops und mit wenig Arbeit ist das Gerät wieder flott gemacht.
Wer sein Notebook aus Leistungsgründen und im wahrsten Sinne des Wortes flott machen möchte, steht oft vor einem Dilemma. Zwar kann man eine schnellere Festplatte zügig einbauen, jedoch wartet schon bei der Aufrüstung des Arbeitsspeichers erhebliche Fummelei auf den Besitzer. Ganz schlimm steht es um Grafikchips, die nicht selten genau passend zum Motherboard ausgewählt wurden und vielfach sogar fest verlötet sind. Auch neue CPUs sind meistens nicht sinnvoll einsetzbar, weil die Ansteuerung, Stromversorgung und schon die mechanische Befestigung an der Hauptplatine scheitern.
Es ist immer besser, beim Kauf etwas voraus zu schauen und nicht das schwächste oder älteste Gerät zu holen. Mit 4-6 GB Arbeitsspeicher, einer eigenständigen Grafikkarten mit 1-2 GB und einer Platte ab 320 GB liegt man meistens für die nächsten paar Jahre auf der sicheren Seite. Für professionelle Anwendung (Bild- und Videobearbeitung) oder Spiele sind die Daten entsprechend großzügiger zu wählen. Denn eine spätere Aufrüstung um neue Grafikchips und mehr Speicher kostet einfach zu viel im Vergleich zum Zeitwert des alten Geräts und der immer stattfindenden Leistungssteigerung neuer Rechner in den nächsten Jahren.

















