Heute kommt jedes Notebook und sogar das kleine Netbook mit einer Menge Software daher. Das Betriebssystem ist eine Vollversion – logisch – und auch die vielfältigen Programme zur Grafikkarte sind meistens uneingeschränkt nutzbar. Doch schon bei der Software fürs DVD- oder Bluray-Laufwerk fängt es oft an: Testversion oder eingeschränkte Funktionalität gegenüber den “richtigen” Programmen.
So wird man dann auch beispielsweise ungefragt aufgefordert, doch vielleicht mal ein Upgrade auf die Vollversion zu kaufen. Nett, aber was bringen diese Programme im Vergleich zu den Marktführern? Kann da ein voll ausgestattetes Nero beispielsweise nicht doch ein wenig mehr und ist gar nicht mal unbedingt teurer, als das Update?
Oder wie sieht es aus bei Office-Programmen? Da ist von Microsoft oft genug eine Vollversion von Works enthalten und zudem eine “60-Tage” oder “90-Tage” Testversion von MS-Office. Mal kurz überlegen: Man hat also ein Officepaket drauf und zusätzlich noch eine Testversion eines Officepakets vom gleichen Hersteller…………
Etwas anders sieht es bei der Internetsicherheit aus. Das immer noch arg verwundbare Vista braucht dringend die Hilfe eines aktuellen Virenscanners sowie weiterer Schutzmaßnahmen von der Intrusion Detection bis hin zur dauernden, zeitnahen Aktualisierung von Sicherheitsfunktionen. Aber auch hier sind immer seltener Vollversionen zu finden, eher die üblichen Testversionen von bsp. McAfee, Norton oder anderen Herstellern.
Gut, was kann man also machen, wenn man ein frisches Notebook kauft?
Wer nicht unbedingt auf MS-Office angewiesen ist, findet in OpenOffice eine brauchbare Alternative. Das sogar umsonst und fast ohne jede Probleme lassen sich MS-Office (Testversion) sowie MS Works entfernen. Das reicht für Standardaufgaben mehr als aus und recht oft sind für die Vollversionen von Office ganz brauchbare Angebote anderswo preiswerter, als bei einer Freischaltung der Testversion. Persönlich halte ich derweil von MS Works im Vergleich zu MS Office oder OpenOffice gar nichts, da es nach meinem Geschmack nicht an die Leistung dieser Pakete herankommt.
Wer nur ein einfaches Brennprogramm braucht, ist mit den Basisversionen mehr als versorgt. Erst bei Schnittfunktionen oder umfangreichen Soundgeschichten lohnen leistungsfähigere Systeme. Da kann man sich dann auch das oben bereits erwähnte Nero besorgen, welches einen doch sehr beachtlichen Funktionsumfang aufweist. Wer noch mehr will, muss dann schon deutlich höhere Preise beispielsweise für die Software von Adobe zahlen. Apropos Adobe, den Reader – Acrobat Reader – gibts eh umsonst direkt aus dem Web als Download.
Bei den Sicherheitsfunktionen ist sparen nicht angebracht. Vista oder XP alleine kommen nicht mit den reichhaltigen Angriffsszenarien aus dem Web klar. Allerdings ist die Frage nach einer Aktivierung der Testversion erlaubt. Das kann man machen, nur sind die Preise im Handel für Antiviren-und Security-Komplettpakete gerade im Keller. Eine Version mit Lizenzen für drei Rechner liegt so um die 30-40 Euro. Da lohnt oft die Aktivierung für 30 Euro und einen einzelnen Rechner nicht die Bohne, zumal man dann diese nicht auch für andere Computer nutzen kann. Eher ist ein Blick in die aktuellen Tests von Internetsecurity-Paketen angesagt – was gut ist und vom Rechner verkraftet wird, kommt in die Auswahl. Ein einfacher Gang zum nächsten Computerhändler oder ein Blick in Onlineshops sorgt dann preiswert für Sicherheit nicht alleine des gerade erworbenen Laptops, sondern auch des heimischen PC und vielleicht auch noch eines älteren Notebooks.
Man sieht: auch bei bereits vorhandenen Testversionen auf der Festplatte lohnt ein Vergleich sowohl der Leistung von Software, wie auch der Kosten für den Kauf – mit der Alternative von frei verfügbaren Downloads.